Allgemein

Die Wahl der ärztlichen Selbstverwaltung wirkt sich indirekt auf die baden-württembergische Versorgungsanstalt aus

Die Vertretersammlung der baden-württembergischen Versorgungsanstalt (VA) besteht aus 30 Vertreterinnen und Vertretern der Humanmedizin, 23 Vertreterinnen und Vertretern der Zahnmedizin sowie 7 Vertreterinnen und Vertretern der Tiermedizin. Diese werden von den Delegierten der Ärztekammern bestimmt, die im November gewählt werden.

Versorgung in und aus eigener Hand

Die VA hat den gesetzlichen Auftrag, den Ärztinnen und Ärzten Altersruhegeld, Ruhegeld im Falle der Berufsunfähigkeit und ihren Hinterbliebenen Absicherung zu gewähren. Die berufsständische Versorgung ersetzt demnach die Deutsche Rentenversicherung für Ärztinnen und Ärzte, da bei der Entstehung der Rentenversicherung die Mitversicherung der freien Berufe durch den Gesetzgeber nicht gewollt war. „Wir Ärztinnen und Ärzte sind selbstverwaltet und finanzieren uns komplett selbst. Die Mitglieder der Vertreterversammlung und des Verwaltungsrates bestimmen die Geschicke unserer Versorgungsanstalt – diese Unabhängigkeit ist ein hohes Gut, das wir pflegen wollen“, verdeutlicht Dr. Matthias Fabian, der als Delegierter aus Nordwürttemberg bereits langjährig in der VA aktiv ist. „In die Vertreterversammlung der Versorgungsanstalt wird hineingewählt, wer in der Bezirksärztekammer von den Delegierten der Vertreterversammlung gewählt wird. Und wer in den Vertreterversammlungen der vier Bezirksärztekammern sitzt, entscheiden die Wählerinnen und Wähler bei der Kammerwahl“, ergänzt Dr. Frank J. Reuther, ebenfalls erfahrenes Mitglied der Vertreterversammlung der VA und Arzt in Südwürttemberg. Auch Dr. Rainer Linus Beck, Delegierter der Vertreterversammlung der VA aus Südbaden bekräftigt dies: „Unser Engagement mit Blick auf die ärztliche Altersversorgung ist essentiell – wir alle streben eine auskömmliche Rente an – und für gute Entscheidungen brauchen wir Vielfalt. Es ist immer der richtige Zeitpunkt, um mitmachen.“

Junge Stimmen in der VA

Denn Altersversorgung ist keinesfalls ein Thema, das erst kurz vor dem Renteneintritt akut wird. Im Gegenteil – wer sich frühzeitig mit der Vorsorge auseinandersetzt, investiert in eine Sicherheit für sich und die Angehörigen. „Wir jungen Ärztinnen und Ärzte haben Ideen und auch die Freiheit, diese im Rahmen der Selbstverwaltung einzubringen. Auch unsere Altersversorgung sollten wir daher selbst in die Hand nehmen, denn wir kennen unsere eigene Lebensrealität am besten“, appelliert Katharina Weis, die als junge Ärztin Delegierte der Vertreterversammlung der Versorgungsanstalt ist. Dr. Janina Naoum, ebenfalls Delegierte der Vertreterversammlung der VA, unterstreicht dies: „Lasst uns die Chance zur Mitbestimmung ernst nehmen und nutzen. Wir können nur etwas für uns angestellte Ärztinnen und Ärzte und vor alle für junge Ärztinnen und Ärzte erreichen, wenn wir stark genug vertreten sind – in der Ärztekammer und in damit indirekt auch in der Versorgungsanstalt!“

Grundlagenseminare der Versorgungsanstalt

Thema: Was bedeutet berufsständische Versorgung und was bringt die Versorgungsanstalt?

Samstag, 24. Oktober 2026, Präsenzseminar in Metzingen

Mittwoch, 3. März 2027, Online-Seminar für Neu-Approbierte

Alle Infos unter: www.bwva.de/seminare

Dr. Matthias Fabian
Dr. Frank J. Reuther

 

 

 

 

 

Dr. Rainer Linus Beck
Katharina Weis
Dr. Janina Naoum

Mehr als 300 Ärztinnen und Ärzte kandidieren bei der Kammerwahl im November bereits auf den Listen des Marburger Bundes. Kandidieren auch Sie!

Unsere Vorbereitungen auf die Ärztekammerwahl im November 2026 gleichen einem Marathon: Schon auf der Vorstandsklausur im Januar 2025 fiel der Startschuss für die Planung der Kampagne zur Suche nach Kandidatinnen und Kandidaten. Ziel war es, möglichst frühzeitig auf die Relevanz der ärztlichen Selbstverwaltung und die damit verbundene Kammerwahl aufmerksam zu machen, um so viele Listen mit Kandidatinnen und Kandidaten wie möglich aufzustellen – damit in der kommenden Legislatur die Interessen der angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte endlich angemessen in der Kammer vertreten sind.

Für echte Interessenvertretung

Denn etwa zwei Drittel der Ärztinnen und Ärzte in Baden-Württemberg sind zwar angestellt, sie sind in den Vertreterversammlungen jedoch nicht entsprechend repräsentiert. Dies führt dazu, dass die Belange aller angestellten Kolleginnen und Kollegen nicht genug Gehör finden. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, dies zu ändern! Und dafür suchen wir Kolleginnen und Kollegen, insbesondere Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung, die mit uns gemeinsam in einer großen Gruppe die Rahmenbedingungen unseres Berufs verbessern möchten! Direkt auf dieser Webseite kann die Einverständniserklärung zur Kandidatur digital ausgefüllt werden. Auf unserer Hauptversammlung im Oktober 2025 haben wir offiziell mit der Suche nach Kandidatinnen und Kandidaten begonnen. Seitdem haben wir zahlreiche MB-Aktive mit Druck- und Onlinematerialien sowie weiteren Give-aways ausgestattet, um vor Ort in den Krankenhäusern über die Wahl und eine Kandidatur zu informieren. Wir haben sechs professionelle Videos mit einigen MB-Aktiven aus unseren vier Bezirken erstellt und darin die Ziele des Marburger Bundes erläutert, unter anderem gute Weiterbildung, weniger Bürokratie und mehr Vereinbarkeit von Familie und Beruf.  In gedruckten Broschüren im handlichen Format haben wir die MB-Aktiven als Ansprechpersonen vorgestellt, die sich bisher in den Gremien der Ärztekammern engagieren. In mehreren digitalen Veranstaltungen zu Themen wie der Notfallversorgung, der ärztlichen Altersversorgung, dem deutschen Kammersystem, der Anstellung im ambulanten Bereich sowie der Berufspolitik für junge Ärztinnen und Ärzte haben wir uns mit zahlreichen Interessierten über die Möglichkeiten der ärztlichen Selbstverwaltung ausgetauscht. Eine Fortsetzung der Veranstaltungsreihe ist geplant. Auch bei den anstehenden Bezirksversammlungen im September und der Hauptversammlung im Oktober wird es um die Kammerwahlen gehen. Ebenso machen einige Kandidatinnen und Kandidaten in persönlichen Videos auf die Wichtigkeit einer Kandidatur aufmerksam, die zurzeit über Messenger-Dienste und die Social-Media-Kanäle des MB verbreitet werden.

Heiße Wahlkampfphase steht bevor

In der heißen Wahlkampfphase ab Herbst geht es dann darum, die Kolleginnen und Kollegen zu überzeugen, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen und die Listen des Marburger Bundes zu unterstützen. Ein weiteres professionell gedrehtes Wahlaufruf-Video sowie ein Erklärvideo zur Kammerwahl sollen uns in dieser Phase helfen, die Wählerinnen und Wähler zu mobilisieren. Jetzt gilt es, letzte Kandidatinnen und Kandidaten zu finden und die heiße Wahlphase vorzubereiten. Damit die Stimme der angestellten Ärztinnen und Ärzte in den vier Bezirksärztekammern in Nordwürttemberg, Nordbaden, Südwürttemberg und Südbaden noch stärker wird!

Sylvia Ottmüller
Dr. Jörg Woll

Auf der 147. Hauptversammlung im Mai hat der MB klare Forderungen formuliert, wie der Einsatz von KI im Gesundheitswesen geregelt und in die ärztliche Weiterbildung integriert werden soll. Wir geben einen Überblick.  

Künstliche Intelligenz (KI) ist im Berufsalltag von Ärztinnen und Ärzten angekommen und wird die ärztliche Weiterbildung prägen. Im Fokus der ärztlichen Arbeit mit KI steht die ärztliche Verantwortung. Das Prinzip „Human in the loop“ – die aktive Beteiligung des Menschen an der Lösungsfindung durch ein automatisiertes System – soll gesetzlich verankert werden. Demnach sollen KI-Systeme mit diagnostischer oder therapeutischer Funktion ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht eingesetzt werden. Das bedeutet, Entscheidungen mit unmittelbaren Folgen für Patientinnen und Patienten müssten weiterhin von Ärztinnen und Ärzten überprüft und freigegeben werden. Zugleich soll es mehr Transparenz bei medizinischen KI-Anwendungen geben. Systeme, die in Kliniken oder Praxen eingesetzt werden, müssen nachvollziehbar und überprüfbar sein. Dabei soll gelten: Je größer das Risiko einer medizinischen Entscheidung, desto höher die Anforderungen an die Erklärbarkeit der eingesetzten Technologie.

KI-Kompetenz als Kernkompetenz

In Bezug auf die ärztliche Weiterbildung sieht der MB KI-Kompetenz künftig als „ärztliche Kernkompetenz“. Kenntnisse über Chancen, Risiken und Grenzen künstlicher Intelligenz sollen verbindlicher Bestandteil von Aus-, Weiter- und Fortbildung von Ärztinnen und Ärzten werden. Die Bundesärztekammer soll gemeinsam mit Fachgesellschaften innerhalb eines Jahres ein Curriculum „Medizinische KI-Kompetenz“ entwickeln und entsprechende zertifizierte Fortbildungsangebote schaffen. Hintergrund ist die Sorge vor dem blinden Vertrauen in automatisierte Empfehlungen. Ärztinnen und Ärzte müssten KI-gestützte Vorschläge stets kritisch prüfen und die Letztentscheidung selbst treffen, heißt es im 41. Beschluss der MB-Hauptversammlung. Carsten Mohrhardt, 1. Bezirksvorsitzender des MB Nordbaden, unterstützt diese Forderung: „Künstliche Intelligenz kann uns Ärztinnen und Ärzten vieles erleichtern, gerade in Zeiten von Personalmangel und Effizienzdruck. Aber es ist immens wichtig, dass sowohl die Weiterbildenden als auch die Weiterzubildenden gleichermaßen an KI-Kompetenz gewinnen, um die Qualität unserer ärztlichen Arbeit sicherzustellen.“ Auch Benjamin Breckwoldt, 1. Bezirksvorsitzender des MB Südwürttemberg, unterstützt das Prinzip der ärztlichen Letztentscheidung: „Weder die Künstliche Intelligenz noch wir Ärztinnen und Ärzte werden jemals ausgelernt haben. Dabei dürfen wir unsere Verantwortung für die Patientinnen und Patienten auf keinen Fall abgeben. Wer in der Kammer über den Einsatz von KI im Krankenhaus mitentscheiden will, kann sich jetzt als Kandidatin oder Kandidat des Marburger Bundes für die Kammerwahl aufstellen lassen.“

Zur Frage der Haftung

Darüber hinaus fordert der MB klare gesetzliche Regelungen zur Haftung. Ärztinnen und Ärzte dürften nicht für Fehlfunktionen von KI-Systemen verantwortlich gemacht werden, wenn sie keinen ausreichenden Einfluss oder Einblick in deren Funktionsweise hätten. „Es ist wichtig, dass wir den Einsatz von KI und damit auch die Haftung wasserdicht regeln – zum Schutz von uns Ärztinnen und Ärzten, aber auch zur Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten“, verdeutlicht Katharina Weis, Mitglied im Bezirksvorstand des MB Südwürttemberg. Patientinnen und Patienten müssten über den Einsatz von KI informiert werden und jederzeit Anspruch auf eine ausschließlich ärztliche Zweitmeinung haben.

Als wichtige Zukunftstechnologie im ärztlichen Bereich soll die Nutzung von KI an klare ethische, rechtliche und medizinische Standards gebunden sein. Durch Modellprojekte, klinische Reallabore und den interdisziplinären Austausch mit Informatik, Ethik und Rechtswissenschaften sollen die Rahmenbedingungen aktiv gestaltet werden. Denn Künstliche Intelligenz kann die medizinische Versorgung verbessern – die Verantwortung für Diagnosen und Therapien soll jedoch weiterhin beim Menschen liegen.

Carsten Mohrhardt
Benjamin Breckwoldt
Katharina Weis

 

Den Arztberuf zukunftsorientiert weiterzuentwickeln bedeutet auch, Nachhaltigkeit im Blick zu haben. Drei einfache Möglichkeiten von Dr. Sarah Hermle. 

Unser Gesundheitswesen hat mit ca. 5% Anteil keinen geringen Einfluss auf den Klimawandel. Führend ist hierbei die Verordnung von Medikamenten, die Mobilität der Patientinnen und Patienten sowie des Personals und das Heizen. In der Jungen Kammer in Südbaden haben wir uns intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und auch in ärztlichen Fortbildungen rückt Nachhaltigkeit erfreulicherweise immer mehr in den Fokus.

Wie kann ich aber als Arzt oder Ärztin möglichst einfach einen Beitrag zur CO2– Reduktion leisten? Ich bin hierbei auf drei Maßnahmen gestoßen, die ich als Ärztin in der Hausarztpraxis gut in meinen Alltag integrieren kann.

Inhalativa ohne Treibhaus-Aerosole

Insbesondere die Verordnung von Inhalativa spielt beim CO2-Fußabdruck eine bedeutende Rolle. Bei vielen Patientinnen und Patienten gibt es die Möglichkeit, Pulverinhalatoren anstatt von Dosieraerosolen zu verwenden und somit den CO2-Ausstoß um ein Vielfaches zu reduzieren, da Pulverinhalatoren zur Freisetzung des Wirkstoffes keine Treibhausgase verwenden. Anschaulich zeigt dies die folgende Abbildung. Sie zeigt die CO2-Ersparnis/Jahr bei täglicher Verwendung eines Inhalators.

Klimafreundliche Ernährung

Die „Planetary Health Diet“ beschreibt eine wissenschaftlich fundierte Ernährungsform, die gleich drei starke Vorteile mit sich bringt. Der Speiseplan besteht größtenteils aus pflanzlichen Lebensmitteln wie Gemüse, Obst, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten, Nüssen und hochwertigem Pflanzenöl. Er enthält geringe bis moderate Mengen an Fisch und Geflügel sowie keine oder nur geringe Mengen an rotem Fleisch, an verarbeitetem Fleisch, Salz, zugesetztem Zucker und Weißmehlprodukten. Neben der CO2-Einsparung von jährlich ca. 500kg pro Person hat die „Planetary Health Diet“ noch zwei großartige Effekte: Mit dieser Ernährungsform könnte im Jahr 2050 die gesamte Weltbevölkerung von geschätzt 10 Milliarden Menschen ernährt werden. Zudem kann das Risiko von kardiovaskulären Erkrankungen deutlich gesenkt werden. Weltweit könnte es 15 Millionen weniger Todesfälle durch die Reduktion von kardiovaskulären Erkrankungen geben.

Mehr Alltagsbewegung für Klima und Körper

Die dritte Maßnahme, die man nicht nur den Patientinnen und Patienten, sondern auch sich selbst an Herz legen kann, ist, soviel wie möglich auf das Auto zu verzichten. Das verringert nicht nur den CO2-Ausstoß, auch diese Maßnahme hilft wirkungsvoll bei der Vorbeugung von kardiovaskulären Erkrankungen.

Nicht immer bleibt im Alltag die Zeit, diese Maßnahmen mit den Patientinnen und Patienten in Ruhe zu besprechen. Da es jedoch in der Hausarztpraxis oft um Prävention von kardiovaskulären Erkrankungen geht, braucht der Hinweis auf den Zusatznutzen für unser Klima bei Verzicht auf das Auto oder die Umsetzung der „Planetary Health Diet“ nicht so viel mehr Extrazeit. Ebenso besteht kein Zeitunterschied bei der Verordnung von Dosieraerosolen oder Pulverinhalatoren.

Die Möglichkeit, auf diesem Wege den eigenen Fußabdruck zu reduzieren, kann für viele Patientinnen und Patienten eine extra Motivation sein.

Quellen: healthforfuture.de, S2k-Leitlinie Klimabewusste Verordnung von Inhalativa

Dr. Sarah Hermle

Informativer Austausch zur Bedeutung von Berufspolitik für junge Ärztinnen und Ärzte und der Funktionsweise der deutschen Ärztekammern

Wie funktioniert das deutsche Kammersystem? Wie ist die Berufspolitik in der Kammer organisiert? Und wie kann ich mich als junger Arzt oder junge Ärztin in der Kammer einbringen? Diese und weitere Fragen diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der digitalen Infoveranstaltungen des MB Baden-Württemberg im Mai.

Den Arztberuf zukunftsfähig machen

Am 7. Mai hatten sich rund 20 junge Ärztinnen und Ärzte per Zoom versammelt, um sich über die Möglichkeiten einer berufspolitischen Aktivität in der Kammer zu informieren. Der 2. Landesvorsitzende Dr. Jörg Woll leitete ins Thema ein und berichtete von seinem eigenen Engagement als junger Arzt. Auf die Frage, wie man am besten in die Kammerarbeit einsteigen könne, antwortete Dr. Friederike Fabian, Mitglied im MB-Landesvorstand: „Einfach machen, aufstehen und was sagen. Nur keine Hemmung haben. Als Neurologin konnte ich Aspekte meiner Weiterbildung selbst mitsteuern, was mich sehr motiviert hat. Und mein persönliches Highlight ist, dass jetzt alles rund um die Facharztprüfung niederschwellig auf der Webseite der Landesärztekammer zu finden ist. Man kann was bewirken, am besten im Team.“ Dr. Rainer Beck, 1. Bezirksvorsitzender des MB Südbaden, moderierte die Veranstaltung und bekräftigte dies: „Die Kammer gibt uns die Gelegenheit, unsere Weiterbildung selbst zu organisieren. Wir müssen versuchen, Teil der Lösung zu werden. Das geht am besten über Partizipation.“ Ebenso berichtete der 1. Bezirksvorsitzende des MB Südwürttemberg Benjamin Breckwoldt, wie er zur berufspolitischen Arbeit gefunden hat: „Seit zehn Jahren bin ich im Beruf und hatte anfangs in Bezug auf die Ärztekammer Vorurteile. Aber ich habe schnell gemerkt, dass die Kammer das ist, was wir aus ihr machen, denn sie ist unser eigenes Organ der Selbstverwaltung. Nur wenn wir uns regelmäßig erneuern, können wir die Bedingungen in unserem Beruf voranbringen.“ Carsten Mohrhardt, 1. Bezirksvorsitzender des MB Nordbaden, stimmte dem zu: „Alle vier Jahre gibt es die Chance, über die Kammerwahl Zutritt zu den Gremien der Kammer zu erhalten und dort aktiv an der Weiterentwicklung der medizinischen Strukturen mitzuwirken. Mir liegt insbesondere die ärztliche Weiterbildung am Herzen. Gebt Euch einen Ruck, kandidiert auf den Listen des MB und macht mit!“

Auch und gerade als junge Ärztin und Mutter sei es wichtig, sich für seine Belange einzusetzen und dazu beizutragen, die Rahmenbedingungen zu verbessern. „Junge Kolleginnen und Kollegen sind unterrepräsentiert. Unsere Interessen und Ideen werden durchaus gehört. Aber dafür brauchen wir in der Kammer auch Mehrheiten und weitere engagierte Kolleginnen und Kollegen, damit das lebendig bleibt. Traut euch, hinter die Kulissen zu schauen! Für die angestellten Ärztinnen und Ärzte ist der Marburger Bund die richtige Anlaufstelle“, appellierte Maylis Jungwirth, 2. Bezirksvorsitzende des MB Nordbaden, junge Ärztin und Mutter.

Über das deutsche Kammersystem

Bei einer weiteren Veranstaltung am 19. Mai drehte sich alles um das deutsche Kammersystem.  Sylvia Ottmüller, 1. Landesvorsitzende des MB Baden-Württemberg begrüßte die interessierten Ärztinnen und Ärzte und betonte, wie wichtig es sei, dass Ärztinnen und Ärzte ihre beruflichen Angelegenheiten im Rahmen der ärztlichen Selbstverwaltung regeln dürften. Prof. Dr. Dr. Christof Hofele erläuterte in einem Vortrag die Aufgaben, Zuständigkeiten und Funktionen der Bezirksärztekammern in Baden-Württemberg und zeigte auf, wie man sich in der Kammer aktiv einbringen könne. In der weiteren Diskussion standen Dr. Jörg Woll, 2. Landesvorsitzender, Katrina Binder, Mitglied im Landesvorstand des MB und Benjamin Breckwoldt, 1. Bezirksvorsitzender des MB Südwürttemberg für Fragen zur Verfügung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzen diese Gelegenheit rege und bedankten sich am Ende für den informativen Austausch.

Dr. Jörg Woll
Dr. Friederike Fabian
Dr. Rainer Beck

 

 

 

 

 

Benjamin Breckwoldt
Carsten Mohrhardt
Maylis Jungwirth

 

 

 

 

 

 

Sylvia Ottmüller
Prof. Dr. Dr. Christof Hofele
Katrina Binder

Vor 4 Jahren startete in der Bezirksärztekammer Nordbaden das Pilotprojekt „Evaluation der Weiterbildung“. Ein Thema, für das der MB in Baden-Württemberg berufspolitisch noch mehr Unterstützung benötigt!

Am 1. Januar 2022 fiel in der Bezirksärztekammer in Nordbaden der Startschuss für eine zukünftige Evaluation der Weiterbildung. Ziel war es, einen Überblick über die aktuelle Situation der Weiterbildung zu erhalten, um weitere Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung zu entwickeln. Zuvor hatten sich die MB-Delegierten im Weiterbildungsausschuss, darunter Carsten Mohrhardt als Ausschussvorsitzender, Dr. Axel Schöttler, Dr. Barbara Jones und PD Dr. Michael Preusch MdL, längere Zeit für eine Evaluation der Weiterbildung eingesetzt. Neben einem Austausch zwischen den an der Weiterbildung beteiligten Akteuren gab es einen weiteren wichtigen Baustein: einen digitalen Fragebogen für Ärztinnen und Ärzte mit bestandener Facharztprüfung. Per QR-Code im Anschreiben der Facharzturkunde hatten die Absolventinnen und Absolventen seitdem die Möglichkeit, ihre Weiterbildung anonymisiert zu bewerten. Insgesamt 20 Auswahlfragen befassen sich mit den Rahmenbedingungen, der praktischen und theoretischen Weiterbildungssituation sowie dem Fehler- und Krisenmanagement in der Weiterbildungszeit. Die Bezirksärztekammer Nordbaden nimmt mit dem Projekt damit eine Vorreiterrolle innerhalb Baden-Württembergs ein.

Weiterer Einsatz nötig

Vier Jahre später hat sich an der Relevanz des Themas nichts verändert, im Gegenteil. Umso der ökonomische Druck auf die Krankenhäuser zunimmt, desto weniger Zeit bleibt für die ärztliche Weiterbildung. „Der digitale Fragebogen nach bestandener Facharztprüfung war ein erster Aufschlag. Klar war und ist, dass der Zeitpunkt der Bewertung nicht ideal ist. Damit wir wirklich weiterkommen, müsste die Evaluation regelmäßig über das Logbuch und idealerweise auch verpflichtend stattfinden. Dafür brauchen wir noch mehr Unterstützung, vor allem auch seitens der Landesärztekammer“, erklärt Dr. Barbara Jones. Das Zwischenfazit von Dr. Axel Schöttler fällt ähnlich aus: „Ein erster Schritt war 2022 gemacht, aber es ist noch ein weiter Weg, bis wir eine echte Evaluation der Weiterbildung haben. Wir könnten so die Transparenz und Vergleichbarkeit der Weiterbildungsqualität an den verschiedenen Weiterbildungsstätten erhöhen und einen Feedbackmechanismus für Weiterbildungsbefugte und Weiterzubildende in Gang bringen, was letztlich die Patientensicherheit und Versorgungsqualität positiv beeinflussen würde. Daher ist es enorm wichtig, bei den nächsten Kammerwahlen mitzumachen! Um die Evaluation langfristig zu etablieren und weiterzuentwickeln, brauchen wir angestellten Ärztinnen und Ärzte eine noch stärkere Stimme in der Kammer. Motivieren Sie auch Ihre Kolleginnen und Kollegen bei den anstehenden Kammerwahlen auf den Listen des Marburger Bundes zu kandidieren“, appelliert Dr. Schöttler.

Dr. Barbara Jones
Stellv. Vorsitzende des „Arbeitsausschuss des Weiterbildungsausschusses“ der Bezirksärztekammer Nordbaden

 

Dr. Axel Schöttler
Mitglied im „Arbeitsausschuss des Weiterbildungsausschusses“ der Bezirksärztekammer Nordbaden

In den Ärztekammern wird die ärztliche Selbstverwaltung organisiert. Alle vier Jahre finden die Wahlen der Vertreterversammlungen, der „Parlamente“, statt. Wir informieren zur Wahl 2026 und beantworten häufig gestellte Fragen.

Wie funktionieren Kammerwahlen?

Alle vier Jahre finden per Briefwahl Kammerwahlen in Baden-Württemberg statt. Im Kern handelt es sich dabei um vier eigenständige Wahlen in den vier Bezirken Nordwürttemberg, Nordbaden, Südwürttemberg und Südbaden. Gewählt wird nach dem Prinzip der Verhältniswahl mit dem Wahlverfahren nach Hare-Niemeyer. In den Bezirken werden die Mitglieder der Vertreterversammlungen (kurz VV’en) gewählt. Die Mitglieder der VV’en in den Bezirken wählen wiederum ihre Vorstände (Präsident/in, Vizepräsident/in, weitere Mitglieder des Vorstandes), besetzen Ausschüsse, wählen die Delegierten der Vertreterversammlung der Landesärztekammer (kurz LÄK) und die Delegierten zum Deutschen Ärztetag.

Die Anzahl der Delegierten der jeweiligen Vertreterversammlung ergibt sich aus der Anzahl der Ärztinnen und Ärzte in den jeweiligen Bezirken zum Stichtag 31. Mai 2026. Die Kammerwahl im Bezirk findet wiederum auf zwei Ebenen statt. Es gibt einen Wahlzettel für den Bezirk und einen Wahlzettel für den Kreis. Verbände wie der Marburger Bund reichen bei der Kammer bis zu einer festgelegten Frist (dieses Jahr der 02.10.2026) Wahlvorschläge ein. Auf diesen Wahlvorschlägen, auch genannt „Listen“, stehen die jeweiligen Kandidatinnen und Kandidaten. Auf Bezirkslisten können Ärztinnen und Ärzte aus dem gesamten Bezirk kandidieren. Auf Kreislisten können Ärztinnen und Ärzte aus der jeweiligen Kreisärzteschaft kandidieren.

Wie werden Sitze zugeteilt?

Die den einzelnen Wahlvorschlägen zugefallenen Sitze werden den dort aufgeführten Bewerberinnen und Bewerbern in der Reihenfolge der von ihnen erreichten Stimmenzahl zugeteilt. Haben mehrere Bewerberinnen und Bewerber die gleiche Stimmenzahl, entscheidet die Reihenfolge der Benennung im Wahlvorschlag. Bewerberinnen und Bewerber, auf die kein Sitz entfällt, werden in der Reihenfolge der von ihnen erreichten Stimmenzahlen Ersatzpersonen ihres Wahlvorschlages und werden, falls gewählte Delegierte an einer Vertreterversammlung nicht teilnehmen können, hierzu eingeladen.

Wahlbewerberinnen und Wahlbewerber, die keine Stimme erhalten haben, bleiben unberücksichtigt. Kreis- beziehungsweise Bezirkswahlvorschläge dürfen nur Bewerberinnen und Bewerber enthalten, die in dem betreffenden Wahlkreis oder Bezirk wählbar sind. Eine Bewerberin oder ein Bewerber darf jeweils nur auf einem Kreiswahlvorschlag und nur auf einem Bezirkswahlvorschlag benannt sein.

Warum soll ich auf den Listen des Marburger Bundes als Kandidat oder Kandidatin zur Verfügung stehen?

Der Marburger Bund setzt sich als Berufsverband und als Berufsgewerkschaft für die Interessen der angestellten Ärztinnen und Ärzte ein. Dabei geht es um gute Weiterbildungsbedingungen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und vieles mehr. Angestellte Ärztinnen und Ärzte sind in der Kammer unterrepräsentiert.

Vor allem die jüngeren Ärztinnen und Ärzte nehmen an Kammerwahlen tendenziell weniger teil. Es gibt auch deutlich weniger junge Ärztinnen und Ärzte in den Vertreterversammlungen. Dies wollen wir ändern.

Wann wird gewählt und welche Fristen sind zu beachten?

Allerspätestens am 2. Oktober 2026 müssen die Wahlvorschläge eingereicht werden. Hierfür benötigt man zwingend die Einverständniserklärungen der Kandidatinnen und Kandidaten (siehe Einverständniserklärung). Die Wahl selbst findet als Briefwahl vom 12. November bis 27. November 2026 statt.

Weitere Fragen rund um die Kandidatur beantworten wir hier.

Dieses Jahr steht im Zeichen der Berufspolitik. Wir möchten im Rahmen einer digitalen Veranstaltungsreihe mit den Ärztinnen und Ärzten ins Gespräch kommen und über die Arbeit der ärztlichen Selbstverwaltung berichten. Dabei soll es um grundlegende und themenbezogene Inhalte gehen. Im Rahmen der grundlegenden Inhalte werden beispielsweise
Fragen zur Bedeutung und zu den Aufgaben der Ärztekammern oder zur selbstverwalteten Altersversorgung aufgegriffen. Bei den themenbezogenen Inhalten soll es zum Beispiel um arbeitsrechtliche Fragen oder das Thema Notfallversorgung gehen.

Quo vadis Notfallversorgung in Baden-Württemberg?
Aktuelle Lage. Herausforderungen. Perspektiven.
Donnerstag, 16. April | 18 – 19:30 Uhr | digital

Berufspolitik – warum sich gerade junge Ärztinnen und Ärzte engagieren sollten
Donnerstag, 7. Mai | 18 – 19:30 Uhr | digital

Die ärztliche Selbstverwaltung – so funktionieren die deutschen Ärztekammern
Dienstag, 19. Mai | 18 – 19:30 Uhr | digital

Ärztliche Altersversorgung – wie sie funktioniert und was man schon als junge Ärztin/junger Arzt wissen sollte
Donnerstag, 11. Juni | 18 – 19:30 Uhr | digital

MB für ambulant angestellte Ärztinnen und Ärzte – Leitplanken und Fallstricke rund um den Arbeitsvertrag in der ambulanten Anstellung
Montag, 22. Juni | 18 – 19:30 Uhr | digital

Anmeldung
Wir bitten um Anmeldung per E-Mail unter anmeldung@marburger-bund-bw.de. Angemeldete Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten den Einwahl-Link rechtzeitig vorab.

 

Warum wir uns als junge Ärztinnen und Ärzte und MB-Mitglieder in der Ärztekammer engagieren 

Von Dr. Janina Naoum und Maylis Jungwirth

Wir alle sind Teil der Ärztekammer und formen diese somit nach unseren Vorstellungen, Bedürfnissen und Schwerpunkten. Über den Marburger Bund konnten wir jüngeren Ärztinnen und Ärzte in der „Jungen Kammer“ aktiv werden und berufspolitisch deutliche Akzente im Interesse unserer jüngeren Kolleginnen und Kollegen setzen.

Für einen zukunftsfähigen Arztberuf

Unser Ziel ist es, die Perspektiven rund um den Berufseinstieg stärker in den Fokus zu rücken. Zu unseren konkreten Initiativen zählen die regelmäßig organisierten Neuapprobierten-Abenden in mehreren Städten der Region. Diese bieten Orientierung zum Berufseinstieg, zur Weiterbildung und zu Kammerstrukturen und laden zum Austausch ein. Themen wie Arztgesundheit, Work-Life-Balance und Vereinbarkeit von Familie und Beruf machen wir zum Beispiel in unserer eigenen „Jungen Kolumne“ im Kammernewsletter sichtbar. Mit dem Unterstützungsangebot „Ärzte haben Grenzen“ haben wir die Möglichkeit zur kollegialen Beratung bei Belastungssituationen entwickelt und aktiv beworben. Die „Junge Kammer“ bringt auch die Interessen der Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung in die Fortbildungsakademie ein – so unterstützen wir, dass regelmäßig Fortbildungen wie „Fit für den ersten Dienst“ über „Schwangerschaft & Mutterschutz im Arztberuf“, „Rund um die Elternzeit im Arztberuf“ bis hin zu „Geschlechtsspezifische Medizin“ für die Fortbildung der jungen Kolleginnen und Kollegen veranstaltet werden. Zudem gibt es praxisnahe Checklisten, die wir mit den anderen baden-württembergischen „Jungen Kammern“ erstellt haben, unter anderem zum Facharzt und zu Mutterschutz, Schwangerschaft und Elternzeit.

Berufspolitik als Schlüssel

Außerdem setzen wir uns in den Kammergremien und berufspolitischen Diskussionen ein, um beispielsweise die ärztliche Weiterbildung kontinuierlich zu verbessern oder um den Bürokratieabbau voranzubringen. Durch unsere Mitarbeit in den Vertreterversammlungen tragen wir dazu bei, dass die Belange angestellter Ärztinnen und Ärzte – insbesondere der jüngeren Generation – stärker berücksichtigt werden. Wir vertreten die Interessen der jungen Kolleginnen und Kollegen im Bezirksärztekammervorstand, in verschiedenen Arbeitskreisen und Gremien wie der Akademie für ärztliche Fortbildung, aber auch in der Versorgungsanstalt, der Landesärztekammer oder beim Deutschen Ärztetag. Es ist wichtig und richtig, die Ärzteschaft als Ganzes in diesen organisatorischen Strukturen abzubilden. Das gelingt jedoch nur, wenn wir uns einbringen. Aktuell gibt es mehr angestellte Ärztinnen und Ärzte in Nordbaden als freiberufliche niedergelassene Kolleginnen und Kollegen, trotzdem sind die Angestellten in der Bezirksärztekammer noch unterrepräsentiert.

Damit unsere Stimme noch mehr Gehör bekommt, bitten wir Euch, für die Kammerwahl im November selbst aktiv zu werden! Gebt dem Marburger Bund ein Gesicht und lasst Euch jetzt als Kandidatin/Kandidat aufstellen!

Hier geht es zur digital ausfüllbaren Einverständniserklärung.

Dr. Janina Naoum
Vorsitzende Arbeitskreis „Junge Kammer“ der Bezirksärztekammer Nordbaden und Mitglied im MB-Bezirksvorstand Nordbaden

 

Maylis Jungwirth
Mitglied im Arbeitskreis „Junge Kammer“ und 2. Bezirksvorsitzende des MB Nordbaden

Zwei produktive Tage im Schwarzwald

Traditionell trifft sich der MB-Landesvorstand Anfang des Jahres zu einer zweitätigen Klausur, um Schwerpunkte für das Jahr zu setzen. Dieses Jahr fand die Tagung im Schwarzwald statt. Im Mittelpunkt der Jahresplanung standen die Kammerwahlen im November. Hierfür wird bereits seit der Hauptversammlung des Landesverbands im Oktober 2025 die crossmediale Kampagne der letzten erfolgreichen Wahl weiterentwickelt.

Die Suche nach Kandidierenden läuft bislang gut und wird nun weiter ausgebaut. Auf der Klausur hat der Vorstand weitere konkrete Kampagneninhalte beschlossen. Ärztinnen und Ärzte, die bereits ihr Einverständnis für die Kandidatur gegeben haben, können sich mit digitalen und gedruckten Infomaterialien auf den Weg machen, um weitere Kandidatinnen und Kandidaten zu gewinnen. Ein abgestimmter Mix aus Online- und Printinhalten sowie eine Veranstaltungsreihe zur Kammerwahl, die auf verschiedene Gruppen in der Ärzteschaft ausgerichtet ist, sind wesentliche Bestandteile der Kampagne.

Mehr Informationen dazu folgen bald.

Der MB-Landesvorstand auf seiner jährlichen Klausur – dieses Jahr im Kammerwahl-Modus

 

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