Warum wir uns als junge Ärztinnen und Ärzte und MB-Mitglieder in der Ärztekammer engagieren
Von Dr. Janina Naoum und Maylis Jungwirth
Wir alle sind Teil der Ärztekammer und formen diese somit nach unseren Vorstellungen, Bedürfnissen und Schwerpunkten. Über den Marburger Bund konnten wir jüngeren Ärztinnen und Ärzte in der „Jungen Kammer“ aktiv werden und berufspolitisch deutliche Akzente im Interesse unserer jüngeren Kolleginnen und Kollegen setzen.
Für einen zukunftsfähigen Arztberuf
Unser Ziel ist es, die Perspektiven rund um den Berufseinstieg stärker in den Fokus zu rücken. Zu unseren konkreten Initiativen zählen die regelmäßig organisierten Neuapprobierten-Abenden in mehreren Städten der Region. Diese bieten Orientierung zum Berufseinstieg, zur Weiterbildung und zu Kammerstrukturen und laden zum Austausch ein. Themen wie Arztgesundheit, Work-Life-Balance und Vereinbarkeit von Familie und Beruf machen wir zum Beispiel in unserer eigenen „Jungen Kolumne“ im Kammernewsletter sichtbar. Mit dem Unterstützungsangebot „Ärzte haben Grenzen“ haben wir die Möglichkeit zur kollegialen Beratung bei Belastungssituationen entwickelt und aktiv beworben. Die „Junge Kammer“ bringt auch die Interessen der Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung in die Fortbildungsakademie ein – so unterstützen wir, dass regelmäßig Fortbildungen wie „Fit für den ersten Dienst“ über „Schwangerschaft & Mutterschutz im Arztberuf“, „Rund um die Elternzeit im Arztberuf“ bis hin zu „Geschlechtsspezifische Medizin“ für die Fortbildung der jungen Kolleginnen und Kollegen veranstaltet werden. Zudem gibt es praxisnahe Checklisten, die wir mit den anderen baden-württembergischen „Jungen Kammern“ erstellt haben, unter anderem zum Facharzt und zu Mutterschutz, Schwangerschaft und Elternzeit.
Berufspolitik als Schlüssel
Außerdem setzen wir uns in den Kammergremien und berufspolitischen Diskussionen ein, um beispielsweise die ärztliche Weiterbildung kontinuierlich zu verbessern oder um den Bürokratieabbau voranzubringen. Durch unsere Mitarbeit in den Vertreterversammlungen tragen wir dazu bei, dass die Belange angestellter Ärztinnen und Ärzte – insbesondere der jüngeren Generation – stärker berücksichtigt werden. Wir vertreten die Interessen der jungen Kolleginnen und Kollegen im Bezirksärztekammervorstand, in verschiedenen Arbeitskreisen und Gremien wie der Akademie für ärztliche Fortbildung, aber auch in der Versorgungsanstalt, der Landesärztekammer oder beim Deutschen Ärztetag. Es ist wichtig und richtig, die Ärzteschaft als Ganzes in diesen organisatorischen Strukturen abzubilden. Das gelingt jedoch nur, wenn wir uns einbringen. Aktuell gibt es mehr angestellte Ärztinnen und Ärzte in Nordbaden als freiberufliche niedergelassene Kolleginnen und Kollegen, trotzdem sind die Angestellten in der Bezirksärztekammer noch unterrepräsentiert.
Damit unsere Stimme noch mehr Gehör bekommt, bitten wir Euch, für die Kammerwahl im November selbst aktiv zu werden! Gebt dem Marburger Bund ein Gesicht und lasst Euch jetzt als Kandidatin/Kandidat aufstellen!
Hier geht es zur digital ausfüllbaren Einverständniserklärung.

Dr. Janina Naoum
Vorsitzende Arbeitskreis „Junge Kammer“ der Bezirksärztekammer Nordbaden und Mitglied im MB-Bezirksvorstand Nordbaden

Maylis Jungwirth
Mitglied im Arbeitskreis „Junge Kammer“ und 2. Bezirksvorsitzende des MB Nordbaden