Informativer Austausch zur Bedeutung von Berufspolitik für junge Ärztinnen und Ärzte und der Funktionsweise der deutschen Ärztekammern
Wie funktioniert das deutsche Kammersystem? Wie ist die Berufspolitik in der Kammer organisiert? Und wie kann ich mich als junger Arzt oder junge Ärztin in der Kammer einbringen? Diese und weitere Fragen diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der digitalen Infoveranstaltungen des MB Baden-Württemberg im Mai.
Den Arztberuf zukunftsfähig machen
Am 7. Mai hatten sich rund 20 junge Ärztinnen und Ärzte per Zoom versammelt, um sich über die Möglichkeiten einer berufspolitischen Aktivität in der Kammer zu informieren. Der 2. Landesvorsitzende Dr. Jörg Woll leitete ins Thema ein und berichtete von seinem eigenen Engagement als junger Arzt. Auf die Frage, wie man am besten in die Kammerarbeit einsteigen könne, antwortete Dr. Friederike Fabian, Mitglied im MB-Landesvorstand: „Einfach machen, aufstehen und was sagen. Nur keine Hemmung haben. Als Neurologin konnte ich Aspekte meiner Weiterbildung selbst mitsteuern, was mich sehr motiviert hat. Und mein persönliches Highlight ist, dass jetzt alles rund um die Facharztprüfung niederschwellig auf der Webseite der Landesärztekammer zu finden ist. Man kann was bewirken, am besten im Team.“ Dr. Rainer Beck, 1. Bezirksvorsitzender des MB Südbaden, moderierte die Veranstaltung und bekräftigte dies: „Die Kammer gibt uns die Gelegenheit, unsere Weiterbildung selbst zu organisieren. Wir müssen versuchen, Teil der Lösung zu werden. Das geht am besten über Partizipation.“ Ebenso berichtete der 1. Bezirksvorsitzende des MB Südwürttemberg Benjamin Breckwoldt, wie er zur berufspolitischen Arbeit gefunden hat: „Seit zehn Jahren bin ich im Beruf und hatte anfangs in Bezug auf die Ärztekammer Vorurteile. Aber ich habe schnell gemerkt, dass die Kammer das ist, was wir aus ihr machen, denn sie ist unser eigenes Organ der Selbstverwaltung. Nur wenn wir uns regelmäßig erneuern, können wir die Bedingungen in unserem Beruf voranbringen.“ Carsten Mohrhardt, 1. Bezirksvorsitzender des MB Nordbaden, stimmte dem zu: „Alle vier Jahre gibt es die Chance, über die Kammerwahl Zutritt zu den Gremien der Kammer zu erhalten und dort aktiv an der Weiterentwicklung der medizinischen Strukturen mitzuwirken. Mir liegt insbesondere die ärztliche Weiterbildung am Herzen. Gebt Euch einen Ruck, kandidiert auf den Listen des MB und macht mit!“
Auch und gerade als junge Ärztin und Mutter sei es wichtig, sich für seine Belange einzusetzen und dazu beizutragen, die Rahmenbedingungen zu verbessern. „Junge Kolleginnen und Kollegen sind unterrepräsentiert. Unsere Interessen und Ideen werden durchaus gehört. Aber dafür brauchen wir in der Kammer auch Mehrheiten und weitere engagierte Kolleginnen und Kollegen, damit das lebendig bleibt. Traut euch, hinter die Kulissen zu schauen! Für die angestellten Ärztinnen und Ärzte ist der Marburger Bund die richtige Anlaufstelle“, appellierte Maylis Jungwirth, 2. Bezirksvorsitzende des MB Nordbaden, junge Ärztin und Mutter.
Über das deutsche Kammersystem
Sylvia Ottmüller, 1. Landesvorsitzende des MB Baden-Württemberg begrüßte die interessierten Ärztinnen und Ärzte und betonte, wie wichtig es sei, dass Ärztinnen und Ärzte ihre beruflichen Angelegenheiten im Rahmen der ärztlichen Selbstverwaltung regeln dürften. Prof. Dr. Dr. Christof Hofele erläuterte in einem Vortrag die Aufgaben, Zuständigkeiten und Funktionen der Bezirksärztekammern in Baden-Württemberg und zeigte auf, wie man sich in der Kammer aktiv einbringen könne. In der weiteren Diskussion standen Dr. Jörg Woll, 2. Landesvorsitzender, Katrina Binder, Mitglied im Landesvorstand des MB und Benjamin Breckwoldt, 1. Bezirksvorsitzender des MB Südwürttemberg für Fragen zur Verfügung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzen diese Gelegenheit rege und bedankten sich am Ende für den informativen Austausch.
Unsere an den Veranstaltungen beteiligten MB-Aktiven:








